Für heute war eine Sightseeing-Tour nach Shifen und Jioufen geplant. Die Tour hatten wir über Get Your Guide gefunden und gebucht. Nach dem morgendlichen Start im Notch Café mit Toast, Waffeln, Tee und Kaffee machten wir einen kurzen Abstecher in ein Geschäft, dessen gesamte Front mit Halloween-Artikeln dekoriert war. Ein paar Kleinigkeiten wurden dort auch gleich gekauft, während die Kinder bereits im Nachbargeschäft verschwunden waren, um sich mit Regenschirmen auszurüsten – denn es schüttete wie aus Eimern. Und das sollte den ganzen Tag so weitergehen.
Ein kleiner Abstecher zu 7-Eleven, wo wir Baseballtickets für das morgige Spiel im Taipei Dome kaufen wollten, gestaltete sich etwas komplizierter als erwartet. Zwar hatten wir an der Abendkasse am Vortag einen fertig ausgefüllten Spickzettel erhalten, aber dass wir die Tickets an einem Do-it-yourself-Automaten auswählen sollten, dessen Menü ausschließlich auf Chinesisch war, hatte uns niemand gesagt. Zum Glück sind die Menschen hier sehr hilfsbereit, und so halfen uns zwei nette Herren dabei, sechs Plätze zu buchen. 😁
Um Viertel nach eins sollten wir uns mit dem Guide an einem der Ausgänge der Main Station treffen. Mit einer bunt gemischten Truppe von Teilnehmenden fuhren wir pünktlich in Richtung Shifen-Wasserfälle. Auf dem Weg dorthin wechselte die Intensität des Regens deutlich, doch bei unserer Ankunft kam deutlich mehr Wasser vom Himmel als erhofft. Trotz Regenjacken und kurzen Hosen waren wir relativ schnell klitschnass. Die Wasserfälle selbst waren durch den starken Regen braun gefärbt, verloren aber nichts von ihrer imposanten Erscheinung.






Von dort ging es ein kleines Stück weiter mit dem Bus zur Shifen Old Street – eine kleine Gasse, in der sich diverse Läden für Touristen angesiedelt hatten. Vom kleinen Bahnhof aus konnte man Laternen mit seinen Wünschen steigen lassen. Bei dem Wetter allerdings ein fragwürdiges Unterfangen. Einige Laternen stürzten auch gleich wieder ab. 😇
Weiter ging es nach Jioufen. Auch dort gibt es eine schmale Gasse, die sich Old Street nennt. Diese schlängelt sich etwa 350 Meter den Hang hinauf und ist mit tausenden roten Laternen geschmückt – ein hübsches Bild bei einsetzender Dunkelheit. Wer hier allerdings etwas essen möchte, sei gewarnt: Die Restaurants schließen gegen 19 Uhr ihre Türen, und die wenigen, die noch geöffnet haben, stellen merkwürdige Bedingungen an ihre Gäste.



Gegen 19:45 Uhr machte sich unser Bus wieder auf den Weg Richtung Taipei. In Songshan ließ der Busfahrer alle aussteigen, damit wir den Night Market als letzte Station des Tages besuchen konnten. Das stellte sich eher als kleines Trauerspiel heraus, denn viele Stände waren – so vermuteten wir – wegen des schlechten Wetters gar nicht erst aufgebaut worden. Als kleiner Trost zeigte sich der wirklich hübsche Songshan Ciyou-Tempel von seiner farbenfrohen Seite.



Von dort aus ging es mit der Metro zurück zum Hotel. Bevor wir ins Bett gingen, gönnten wir uns noch ein paar frittierte Hühnchenteile.
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